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Diodenlaser und Wellenlänge: Warum das technische Gesamtpaket wichtiger ist als die reine Wellenlänge

Geschrieben von Annika Peter | Mar 24, 2025 9:14:05 AM

Wer vor der Anschaffung eines neuen Lasers für die Haarentfernung steht, sollte sich auch mit technischen Details beschäftigen – wichtig dabei: die Wellenlänge. In diesem Beitrag erfährst du alles zum Thema Wellenlänge und welche anderen technischen Details du unbedingt in deine Überlegungen aufnehmen solltest. 

1. Warum sind Wellenlängen bei Lasern relevant?

 

Wellenlängen bestimmen, wie tief das Licht in die Haut eindringt. Das heißt, sie entscheiden darüber, wie effektiv das Haar überhaupt erreicht und damit zerstört werden kann. Kurz gesagt, Wellenlängen sind wichtig für zwei Punkte:

  • Eindringtiefe: Längere Wellenlängen dringen tiefer in die Haut ein, was besonders bei dunkleren Hauttypen von Vorteil sein kann.
  • Zielgenauigkeit: Bestimmte Wellenlängen treffen das Melanin im Haar gezielt, ohne die umgebende Haut zu stark zu belasten.

2. Die gängigen Wellenlängen bei Lasern im Überblick

 

Im Bereich der Laser-Haarentfernung sind einige Wellenlängen besonders häufig anzutreffen. Hier ein kurzer Überblick:

  • 755 nm (Alexandrit):
    Diese Wellenlänge wird eher für helle Hauttypen eingesetzt (I-III). Meist arbeiten Laser mit dieser Wellenlänge mit hoher Energie, wodurch sich zwar größere Hautflächen zügig bearbeiten lassen, die Behandlung aber auch schnell unangenehm wird und das Risiko für Hautschäden steigt.
  • 808 oder 810 nm (Diode):
    Diese Wellenlängen bieten ein gutes Gleichgewicht zwischen Eindringtiefe und Effizienz und eignen sich für den überwiegenden Teil der Bevölkerung in Mitteleuropa. Die Behandlung von sehr hellen Haaren ist weniger effektiv. Sehr dunkle Haare können mit etwas Erfahrung und Wissen in der Regel auch behandelt werden.
  • 1064 nm (Nd:YAG):
    Diese Wellenlänge eignet sich besonders für sehr dicke Haare und dunklere Hauttypen (IV-VI). Das Risiko für Hautschäden ist gering, allerdings erfordert diese Wellenlänge meist viele Sitzungen.

Die Wirkung der verschiedenen Wellenlängen variiert also nach Haut- und Haartyp. Bei hellerer Haut kann eine niedrigere Wellenlänge effektiv sein, während bei dunkleren Hauttypen längere Wellenlängen vorteilhafter sind. Mehr Informationen zu diesem Thema findest du auch in unserem Blogbeitrag Der beste Laser für dein Kosmetikstudio: Ein umfassender Leitfaden.



3. 3-Wellenlängen-Laser: Sind sie wirklich besser?

 

Wäre es nicht praktisch, einen Laser zu haben, der alle oder mehrere Wellenlängen beherrscht? Diese Geräte gibt es, sogenannte 3-Wellenlängen-Laser, die zum Beispiel 755, 808 und 1064 nm in einem Handstück vereinen. Eine super Sache, denn schließlich kann man dann ja alle Haut- und Haartypen perfekt behandeln, oder?! In der Praxis sieht das allerdings ein bisschen anders aus:

Bei Geräten mit drei Wellenlängen kann man nicht die am besten zur Kundin oder dem Kunden passende auswählen. Nach dem Kombinationsprinzip werden immer alle drei gleichzeitig abgegeben.

Allerdings absorbiert das Melanin im Haar nur eine, nämlich die passende der drei Wellenlängen. Das heißt, die Energie, die das Gerät in die beiden anderen Wellenlängen investiert, ist praktisch verloren und die Energie, die in die eine „richtige“ Wellenlänge fließt, dann meist viel zu gering, um gute Ergebnisse zu erreichen.

Dennoch kann es Fälle geben, in denen eine Kombination von Wellenlängen sinnvoll sein kann. Bei Leaseir gibt es beispielsweise ein Handstück, das 810 nm als kürzeste Wellenlänge mit 924 und 1064 nm kombiniert. Wenn du überwiegend dunkle Hauttypen behandelst, kann das eine Option sein, da diese Wellenlängen einfach das Risiko von Verbrennungen minimieren.

 

4. Warum die Technik des Lasers wichtiger ist als die Wellenlänge alleine 

 

Wenn du bei der Laser-Haarentfernung also effizient arbeiten und für deine Kunden richtig gute Ergebnisse erreichen willst, musst du neben der Wellenlänge weitere Faktoren in deine Überlegungen einbeziehen:

Energiedichte: Ohne die nötige Energie, also ausreichenden Energieeinsatz, nützt dir die beste Wellenlänge nichts. Kommt zu wenig Energie an der Haarwurzel an, wird es schwierig, sie dauerhaft zu zerstören.

Pulsdauer: Die Pulsdauer oder -breite gibt an, in welchem zeitlichen Abstand die Laserschüsse abgegeben werden. Und das ist extrem wichtig, denn die Haut ist ein ziemlich cleveres Organ. Wenn sie merkt, dass Hitze ankommt, braucht sie etwa 100 Millisekunden, um zu reagieren und die Wärme auf eine größere Fläche zu verteilen. Damit die Laserenergie optimal und möglichst ausschließlich auf die Haarwurzel einwirkt, muss der Laser also schneller sein als die Haut. 

Etliche Laser arbeiten mit Pulsbreiten von 40 bis 50 Millisekunden. Das ist in Ordnung, aber nur zum Vergleich: Der Leaseir Diodenlaser schafft es, Schüsse mit 5 ms und gleichzeitig zielführender Energiedichte abzugeben. Selbst im zweitaggressivsten Modus (also mit wirklich sehr viel Energie) liegt seine Pulsbreite nur bei 30 ms. 

Kühlung: Gerade, wenn mit viel Energie gearbeitet wird, kann es für den Kunden schnell etwas unangenehm werden. Eine leistungsstarke Kühlung macht die Behandlung angenehmer und sorgt dafür, dass die Haut geschützt wird. Beim Leaseir bietet die Laserspitze eine Kühlung von 0° C, die Behandlung wird deswegen im Vergleich zu anderen Geräten sehr viel sanfter erlebt – auch wenn das natürlich abhängig von der behandelten Körperregion und dem subjektiven Empfinden ist.

Gerätequalität: Die Qualität und Verarbeitung des Lasers insgesamt sind mindestsens so wichtig wie technische Daten. Ein hochwertiges Gerät gewährleistet nicht nur effektive Ergebnisse, sondern auch die Einhaltung aller Sicherheitsstandards. Und bedenke auch den Service nach Kauf. Jede Stunde, die ein Laser steht, kostet er Geld. Ein zuverlässiger technischer Partner ist deswegen das A und O.

 

 

5. Fazit: Worauf kommt es nun wirklich an?

 

Wenn du dir ein Gerät für die Laser-Haarentfernung zulegen möchtest, kann die Angabe der Wellenlänge ein erster Einstieg in die Welt der technischen Daten sein. Anhand der Wellenlänge kannst du entscheiden, ob das Gerät grundsätzlich zu deiner vorhandenen oder angestrebten Kundenstruktur passt.

Allerdings ist die Wellenlänge immer nur ein Teil des Puzzles. Beziehe in deine Überlegungen auch immer die Werte für Energiedichte, Pulsdauer sowie Kühlung ein und überzeuge dich von der Gerätequalität und dem Service insgesamt. Der Leaseir Diodenlaser beispielsweise bietet die derzeit besten Pulszeiten am Markt und liefert Ergebnisse, die viele deiner Kolleginnen und Kollegen begeistern.

Schau dir gerne deren Erfahrungsberichte an und melde dich bei uns, wenn du den Leaseir kostenlos in deinem Studio testen möchtest.

Wie du bei der Anschaffung eines neuen Lasers Schritt für Schritt vorgehen kannst, haben wir hier auch in einer kleinen Guideline für dich zusammengefasst.

 

Erfahre in unserem Kaufguide mehr darüber, wie du einen hochwertigen Laser erkennen kannst: